Blaues Kreuz Leipzig e.V.
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1. Wie es begann - Die Entstehung des Blauen Kreuzes in der Schweiz (von Petra Benkenstein) Jeder   weiß,   dass   ein   rotes   Kreuz   auf   weißem   Grund   das   Symbol   für   ein   Werk   ist,   das   medizinische Hilfe   leistet,   akut   Kranke   oder   Verletzte   in   die   Krankenhäuser   transportiert,   notversorgt   und   damit Leben rettet. Entsprechend   wählten   Menschen,   die   sich   "auf   den   Kampfplatz   des   Lebens   begaben,   um   die   Opfer   des Alkoholismus   zu   retten",   ein   blaues   Kreuz   als   Zeichen   ihrer   im   Dienste   Gottes   stehenden   Arbeit.   Im Jahre 1881 machte eine Mäßigkeitsvereinigung in der französischen Schweiz von sich reden. Kleine   Rettungskorps   mit   dem   blauen   Kreuz   zeigten   sich   überall   dort,   wo   Trunksuchtverwundete waren. Es   wird   Hoffnung   erwachen,   und   glücklich   ist   der   zu   nennen,   dem   es   gegeben   wird,   nach   Kräften   sich an   dieser   Arbeit   zu   beteiligen   Der   erste   Verein   des   Blauen   Kreuzes   entstand   im   Herbst   1877   auf einem   Sittlichkeitskongress   in   Genf.   Pfarrer   Louis-Lucien   Rochat   war   es,   der   auf   diesem   Kongress   zum Thema   "Trunksucht   und   ihr   wahres   Heilmittel"   sprach.   Man   entwarf   eine   Enthaltsamkeitsverpflichtung, die dazu aufrief, einen Versuch der gänzlichen Abstinenz zu wagen. Oberster   Grundsatz   der   Tätigkeit   aller   Blaukreuz-   Vereine   wurde   dieser:   "Trinkerrettung   mit   der   Hilfe Gottes und seines Wortes".   2. Das Rettungswerk beginnt in Deutschland Bereits    in    der    1.    Hälfte    des    19.    Jahrhunderts    entwickelte    sich    in Deutschland    und    beim    ärmsten    Teil    der    Bevölkerung    das    Unheil    des Alkoholismus.   In   dieser   Zeit   entstanden   dann   auch   die   ersten   Mäßigkeits- und Enthaltsamkeitsvereine, um dieses Elend lindern zu helfen. Ganz   entscheidenden   Teil   am   Fortschreiten   der   Arbeit   des   Blauen   Kreuzes in   Deutschland   hat   ein   Mann,   der   selbst   an   Alkohol   gebunden   war   und   mit Gottes    Hilfe    davon    frei    werden    durfte:    Curt    von    Knobelsdorff.    Sei Engagement   in   der   BK-Arbeit   begründet   Knobelsdorff   einmal   so:   "Der   Herr hat   mich   gerettet   und   seit   jenem   Tag   ist   kein   Tropfen   Alkohol   mehr   über meine   Lippen   gekommen.   Ich   bin   dem   Blauen   Kreuz   beigetreten   und   habe mein Leben in dessen Dienst gestellt." 3. Die Gründung des Blauen Kreuzes in Leipzig Von   der   Öffentlichkeit   unbeachtet   und   bescheiden   war   der   Beginn   der   Blaukreuzarbeit   in   Leipzig. "Trunksucht   und   Evangelium"   lautete   das   Thema   einer   kleinen   Versammlung,   die   sich   am   31.   Oktober 1893   im   Saal   in   der   Poststraße   12   zusammengefunden   hatte.   Die   Anregung   kam   von   einem   jungen gläubigen   Schlosser,   Heinrich   Falkeisen   aus   Bielefeld,   der   sich   arbeitssuchend   in   Leipzig   aufhielt.   Die Trunksucht   seines   Vaters   lag   ihm   schwer   am   Herzen.   Nach   mehr   als   13   Jahren   hatte   er   die   Nachricht des Vaters erhalten, dass dieser durch das Blaue Kreuz von seiner Trunksucht befreit worden war. Die   Treffen   wurden   von   immer   mehr   Trinkern   besucht   und   es   wurde   notwendig,   einen   zweiten   Verein Blaues Kreuz zu gründen. Die   Jahre   1903   bis   1918   brachten   ein   reges   Vereinsleben.   Geheimrat   Fritzsche   war   es   zu   verdanken, dass   es   1910/11   zum   Bau   des   Vereinshauses   und   es   Männerheims   in   der   Demmeringstraße   kam.   Auch das   äußere   Vereinsleben   entwickelte   sich.   So   entstand   in   Leipzig-Lindenau   eine   Kaffeehalle,   eine alkoholfreie Trinkhalle und ein alkoholfreies Speisehaus in der Otto-Schill-Straße.   Oberkirchenrat   Schumann   weihte   1932   neue   Räume   in   der   Hindenburgstraße   ein.   Oftmals   haben   die Blaukreuzgruppen   in   Leipzig   aus   politischen   Gründen   die   Räumlichkeiten   wechseln   müssen.   In   all   den Jahren      wurde      der      Blaukreuzgedanke      in      Versammlungen,      Sprechstunden      und      anderen Veranstaltungen,   durch   Hausbesuche   und   Schriftenverbreitung   in   weite   Kreise   Leipzigs   getragen. Vielen Trinkerfamilien ist das Blaue Kreuz zum Segen geworden. 4. Aller Anfang nach 1945 war schwer (Bericht von D. Kappler) Nach    1946    waren    im    Osten    Deutschlands    alle    Vereine    verboten.    Möglichkeiten    der    Arbeit    mit Suchtkranken,   nach   einer   langen   Phase   der   Schaffung   des   Notwendigsten   um   zu   überleben,   im   Sinne des     Blauen     Kreuzes     begann     erst     für     uns     nach     1970.     In     der     Diakonie     in     der     Gruppe "Arbeitsgemeinschaft zur Abwehr der Sucht " - kurz AGAS. Einer der ersten war Dieter Kappler: "Der   Anfang   in   Leipzig   1974   war   nicht   leicht.   Ich   kam   von   der   Bibelschule   Falkenberg   mit   nur   wenig praktischer    Erfahrung    in    der    AGAS-Arbeit.    Die    AGAS-Arbeit    in    Leipzig    war    geprägt    durch    die jahrelange,   treue   Arbeit   von   Paul   Wäsch.   Er   war   selbst   ein   geretteter   Alkoholiker,   der   bis   ins   hohe Alter hinein (Anfang 70) in Leipzig gearbeitet hat. Die   Aufgaben   der   ersten   Zeit   waren,   die   Gruppe,   den   Kreis,   die   Helfer   und   die   Betroffenen   kennen   zu lernen.   Mir   zur   Seite   stand   ein   Kreis   treuer   alter   BK-Geschwister,   die   in   der   Nachkriegszeit   eine Suchtarbeit   mit   Oberkirchenrat   H.   Schumann   in   Leipzig   wieder   aufgebaut   hatten.   Nur   einige   Namen: Paul König, Johanna Thomas, Helene Hermann, Walter Fischer. Anfang   der   Siebziger   kamen   noch   einige   gerettete   Alkoholiker   und   Helfer   dazu.   Gerhard   Reh,   Karla Voigt verh. Becker (+ 20.05.2007), Erika und Günther Schmidt. Es    begann    die    Kleinarbeit,    Alkoholiker    besuchen,    Kontakte    zu    staatlichen    Stellen    aufbauen, Gemeinden   (Freikirchen   und   Kirchgemeinden)   ansprechen   und   über   die   Suchtarbeit   informieren.   Die AGAS-   Gruppe   wurde   größer   und   zog   von   der   Otto-Schill-Straße   1982   in   den   Christlichen   Volksdienst um.   Bruder   Ilberg   wurde   als   Prediger   in   den   Christlichen   Volksdienst   berufen.   Viel   Unterstützung erfuhren    wir    durch    die    Innere    Mission    Leipzig.    Insbesondere    Missionsdirektor    Pfarrer    Vogel unterstützte unsere Arbeit. Manch   ein   Alkoholiker   konnte   in   der   Otto-Schill-Straße   auf   dem   Boden   unserer   Wohnung   Unterkunft und    Verpflegung    finden.    In    der    vielen    Kleinarbeit,    aber    auch    in    Zeiten    von    Enttäuschung    und Rückschlägen,   erlebten   wir   immer   wieder   die   Treue   und   Liebe   Gottes.   Ihm   können   wir   nur   danken   und im Rückblick auf die letzten 20 Jahre die Ehre geben." Die   Arbeit   der   AGAS   in   den   folgenden   Jahren   bis   1990   wurde   im   Wesentlichen   in   den   13   geschaffenen Selbsthilfegruppen und der Dienststelle geleistet.   5. Das "Blaue Kreuz Leipzig" e. V. wird neu gegründet Die   Arbeit   der   AGAS   wird   im   November   1993   wieder   von   dem   Blauen   Kreuz   Leipzig   e.   V.   geleistet.   Der Verein hat sich neu gegründet und feiert im gleichen Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Wir   sind   wieder   ein   Verein,   dem   die   Gemeinnützigkeit/Mildtätigkeit   vom   Finanzamt   zuerkannt   ist. Unser   Verein   wird   von   45   Mitgliedern   und   einer   weitgehend   größeren   Zahl   von   Freunden   des   Blauen Kreuzes getragen. Unsere   Arbeit   ist   durch   die   Stadt   Leipzig   und   vom   Sächsischen   Staatsministeriums   für   Soziales, Gesundheit, Jugend und Familie seit Jahren anerkannt und gefördert.
Unsere Geschichte
Ehrenamtliche Suchtarbeit
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Telefonisch ist der Verein zurzeit nur unter der 0177 6882279 oder der  0179 1251803 erreichbar.