Blaues Kreuz Leipzig e.V.
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Kon08 takt
Sehr geehrte Damen und Herren,   Als erstes möchte ich mich vorstellen.  Ich heiße Thorsten, bin 21 Jahre alt und seit März 2012 Jugendstrafgefangener der JSA Regis-   Breitingen.   Seit meinen 13. Lebensjahr sind Drogen und Alkohol mein Alltag.   Mit 16 kam ich zur Droge Heroin, ein Gefühl von Wärme, Geborgenheit, Liebe usw.…   In diesem Rausch hat es mir an nichts gefehlt, konnte negative Erlebnisse verdrängen einfach nur  da sein und nichts weiter. Der Entzug war geprägt von Krämpfen, Schmerzen die bis ins Unerträgliche gingen.   Meine Kriminelle Laufbahn begann.   Machte mich auf den Weg Geld zu besorgen mit Einbrüchen Diebstählen und Raub.   Arbeiten gehen hab ich es immer genannt, und es war auch so etwas wie Arbeit,  bloß das ich auch  Weihnachten, Neujahr und auch an Wochenenden arbeiten gehen musste. Die Konsequenzen waren mir egal, hauptsache ich konnte mich wieder im nächsten Rausch  verlieren, mir das Glück in die Vene spritzen, mich in Watte packen lassen, fühlen wie ein Gott.   Nichts desto trotz ging mein Leben bergab… Freunde wanden sich von mir ab wollten nichts mit  einem Junkie zu tun haben. Bin nur noch zu meiner Mutter wenn ich etwas brauchte.   Jetzt fühlte ich mich echt einsam zumindest in den Momenten wo ich klar bei Verstand war.   Ich selbst hab gar nicht mitbekommen wie sehr ich mich verändert habe, mein Handeln, mein  Denken, meine komplette Persönlichkeit hatte sich um 180 Grad gedreht.   Alles drehte sich nur noch um Stoff und Geld.    Nach einiger Zeit habe ich den Mut gehabt meiner Mutter zu erzählen dass ich heroinsüchtig bin.  Aber sie wandte sich nicht ab hat mich unterstützt in den Höhen und Tiefen meiner Abhängigkeit.   Letztendlich hat mich die Inhaftierung vor meinem totalen Absturz bewahrt.   Hier habe ich gelernt anders über meine Abhängigkeit zu denken. Habe wieder einen geregelten  Tagesablauf und sogar eine Ausbildung begonnen. Und hier habe ich das Blaue Kreuz kennengelernt. Anlässlich des 120. Geburtstags des Blauen Kreuzes möchte ich in Namen aller  Jugendstrafgefangener Danke sagen. Danke dafür, dass jemand da ist und sich zusammen mit den Jugendstrafgefangenen und ihren  Problemen beschäftigt. Danke dafür dass sie sich die  Zeit nehmen um mit uns über Gott und die Welt zu sprechen.   Und vor allem für die Unterstützung in diesem schweren Lebensabschnitt. Ich denke durch ihnen haben viele von uns Begriffen das es wichtigeres im Leben gibt als Drogen  und Alkohol und das es sich lohnt für ein Suchmittelfreies leben zu kämpfen.    Danke Blaues Kreuz  >>>zurück 
Das Dankeschön von Thorsten zum 120. Jahresfest
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