Blaues Kreuz Leipzig e.V.
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Kon08 takt
Hallo,   ich   bin   Elke   und   ich   bin   43   Jahre   alt.   Ich   bin   alkohol-   und   medikamentenabhängig.   Ich   bin   in einer   Familie   groß   geworden,   in   der   regelmäßig   Alkohol   getrunken   wurde.   Für   mich   war   das   normal. Wenn   meine   Eltern   Gäste   hatten   und   der   Alkohol   zur   Neige   ging,   fand   ich   es   total   normal,   dass   ich   dann in   die   Kaufhalle   gegangen   bin,   um   Nachschub   zu   besorgen.   Mit   13   Jahren   durfte   ich   zu   Hause   auch   ab und   zu   ein   Bier   trinken.   Mit   14   Jahren   hatte   ich   meinen   ersten   Vollrausch.   Ich   trank   immer   mehr Alkohol. Bei   meiner   ersten   Ausbildung   bei   der   Bahn   habe   ich   auch   nach   der   Schule   oft   Alkohol   getrunken, teilweise   auch   während   der   Schule.   Als   ich   im   Sommer   im   Ferienlager   bei   der   Bahn   in   der   Küche gearbeitet   habe,   habe   ich   schon   früh   vor   dem   Aufstehen   das   erste   Bier   getrunken.   Unsere   Lehrmeister haben   uns   den   Alkohol   damals   gekauft.   Einer   ist   immer   ein   paar   Kilometer   mit   dem   Moped   ins   nächste Dorf gefahren. Er kam dann mit 1-2 Bierkästen zurück, die er in seinem Hänger transportiert hatte. Nach   meiner   ersten   Ausbildung   mit   19   bin   ich   Zuhause   ausgezogen.   Ab   da   habe   ich   täglich   Alkohol konsumiert.   Während   meiner   2.   Ausbildung   in   der   Altenpflege,   habe   ich   pro   Tag   1-2   Flaschen   Wein getrunken.   Ich   habe   oft   auch   schon   früh   vor   der   Schule   oder   vor   der   Arbeit   getrunken,   was   dann   auch Probleme    in    der    Schule    gab.    Ich    wurde    oft    von    Dozenten    darauf    angesprochen,    dass    ich alkoholabhängig   sei   –   das   habe   ich   damals   anders   gesehen.   Als   ich   dann   in   der   Pflege   gearbeitet   habe, habe   ich   täglich   getrunken   und   mich   geschnitten.   Ich   habe   meist   noch   in   der   Probezeit,   wegen   meinem Alkoholkonsum und meinem selbstverletzenden Verhalten die Kündigung bekommen. Ab    2006    war    ich    sehr    oft    in    der    Psychiatrie.    2010    wurde    mein    Sohn    geboren.    Während    der Schwangerschaft   und   in   der   Stillzeit   habe   ich   nicht   getrunken.   Nach   der   Trennung   habe   ich   allein   mit meinem   Sohn   gelebt.   In   dieser   Zeit   habe   ich   wieder   täglich   getrunken.   Vom   Jugendamt   bekam   ich   die Auflage,   eine   Entwöhnungstherapie   zu   machen.   2014   war   ich   dann   zur   Langzeittherapie.   Danach   war   ich über   zwei   Jahre   abstinent.   2017   hatte   ich   einen   Rückfall.   Eine   Freundin   von   mir   kannte   jemanden   vom Blauen   Kreuz,   so   bin   ich   in   der   Klinik   in   Elbingerode   gelandet.   2017   war   ich   zur   Entgiftung   in   „Elbi“   und zwei   Mal   zur   Stabilisierung.   In   Elbingerode   waren   regelmäßige   Besinnungen.   Sonntag   war   ich   da   im Mutterhausgebäude zum Gottesdienst. In diesem Jahr habe ich zum Glauben gefunden. 2018   habe   ich   mich   wieder   vom   Glauben   entfernt.   In   dieser   Zeit   habe   ich   wieder   gelogen   und   geklaut, ich   hatte   wieder   ständigen   Suchtdruck.   Meine   Blau-Kreuz-Gruppe   hat   mir   immer   wieder   gesagt,   dass   ich auf   dem   falschen   Weg   bin.   Sie   haben   meine   Launen   ertragen,   aber   sie   sind   drangeblieben.   Dafür   bin   ich ihnen   sehr   dankbar.   Ich   war   dann   im   Herbst   2018   in   „Elbi“   zur   Stabilisierung.   Derzeit   bin   ich   dort   zur Reha   und   habe   mit   einem   Christen   meine   Schuld   vor   Jesus   gebracht.   Für   mich   ist   klar,   dass   ich   meinen Weg mit Gottes Hilfe gehen möchte.  
Elke
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